Kinderleicht erklärt

Strompreise 2023


Die Strompreise verändern sich fast jährlich.
Das hat seine Gründe, aber welche sind das eigentlich genau und wie wird der Strompreis ermittelt?
Erklärfilm "Strompreiszusammensetzung"
Erklärfilm "Abschlagszahlung"

Wie der Strompreis ermittelt wird

Das, was Ihr Strom genau kostet, teilen wir Ihnen mit.
Aber wie ermitteln wir den Preis eigentlich genau?

  • Der Strompreis ist das Ergebnis eines komplizierten Prozesses, der von vielen Akteuren und gestzlichen Vorgaben geprägt wird.

  • Maßgeblich ist einmal die Beschaffung. Wir kaufen Strom an der Strombörse EEX ein. Je nachdem, wann dieser Einkaut erfolgt, ist Strom mal teurer, mal eben günstiger.

  • Für den Transport vom Kraftwerk bis zu Ihnen als Verbraucher müssen wir die öffentlichen Stromnetze nutzen. Hierfür berechnen die Stromnetzbetreiber Netzentgelt.
55,3 %
Beschaffung, Vertrieb
18,1 %
Netznutzungsentgelte
1,2 %
Offshore-Netzumlage
3,5 %
Konzessionsabgabe
0,7 %
KWKG
0,9 %
§19-NEV-Umlage
16,0 %
Mehrwertsteuer
4,3 %
Stromsteuer
  • Staatlich festgelegte Steuern und Abgaben, die jeder Kunde als Umlage zahlt, sind ein weiterer Bestandteil. Ihre Höhe wird jedes Jahr neu definiert.

  • Auch die Kommune bekommt einen Teil des Strompreises: Über die Konzessionsabgabe zahlen wir für das Recht, Wege zu benutzen und Stromleitungen zu verlegen.

  • Schließlich müssen wir einen Teil des Strompreises auch als Gewinn einstreichen. Davon zahlen wir Gehälter, investieren und erwirtschaften kommunale Gewinnanteile.

26% des Strompreises machen Steuern, Abgaben und Umlagen aus.

EEG-Umlage: Sie stieg von 0,41 Cent bei der Einführung bis 2015 kontinuierlich. Seit Juli 2022 wurde sie auf 0,00 Cent gesenkt.
KWKG-Aufschlag: Hierüber soll hocheffiziente Kraft-Wärme-Kopplung gefördert werden. 2023 beträgt der Aufschlag auf den Strompreis 0,375 Cent.
Offshore-Netzumlage: Bei der Anbindung von Windkraftanlagen auf See an die Netze des Festlandes gibt es mehr Risiken. Über diese Umlage werden diese abgesichert, die auf die Allgemeinheit umgelegten Kosten liegen 2023 bei 0,591 Cent.
§19 StromNEV- oder Sonderkunden- Umlage: Sie dient der Entlastung stromintensiver Betriebe von Energiekosten. Diese Umlage beträgt 2023 0,417 Cent.
§18 AbLaV-Umlage: Mit ihr wird Möglichkeiten zur Stabilisierung der Netzfrequenz Rechnung getragen. Im Jahr 2023 wird keine AbLaV-Umlage mehr erhoben.
Konzessionsabgabe: Sie fließt an Kommunen. Die Höhe variiert von Ort zu Ort je nach Konzessionsvertrag. Im Schnitt liegt sie bei 1,66 Cent.
Stromsteuer: Sie ist seit April 1999 bei 2,05 Cent fixiert
Mehrwertsteuer: Wie überall fällt diese auch bei Strom an. 19 Prozent werden dafür als letzter Schritt auf den ermittelten Strompreis aufgeschlagen.
*alle Werte in Cent je Kilowattstunde. Der prozentualen Verteilung liegt ein durchschnittlicher Strompreis von 48,12 Cent zugrunde.
Quelle: BDEW, Stand 01/2023

Warum Strom teurer wird

Die Strompreise verändern sich fast jährlich.
Das hat Gründe; aber welche sind das eigentlich?

  • Der Strompreis hängt wesentlich von drei Komponenten ab: Beschaffungs­kosten, Netznutzung sowie Steuern, Abgaben und Umlagen.

  • Als Stromlieferant können wir etwa vier Fünftel des Strompreises selbst nicht beeinflussen. Beim verbleibenden Fünftel macht ein großer Teil die Beschaf­fung aus. Strom beschaffen wir über die europäische Strombörse EEX. Zwar kaufen wir den über­wiegen­den Teil langfristig ein, jedoch sind die Preise in den letzten beiden Jahren stetig gestiegen (siehe Grafik), so dass wir die Strompreise entsprechend anpassen müssen.
  • Staatlich festgelegte Steuern und Abgaben, die jeder Kunde als Umlage zahlt, machen über die Hälfte des Strompreises aus. Diese bleiben relativ konstant.

  • Einen ebenfalls großen Anteil machen die Netznutzungsentgelte aus. Diese bilden den Transport vom Kraftwerk zum Verbraucher ab. Sie machen etwa ein Viertel des Preises aus – und sind in den letzten Jahren kräftig gestiegen. Als Energieleiferant haben wir auf diese keinen Einfluss.
54%
Stromvertrieb: Dieser Kostenbestandteil setzt sich insbesondere aus den Beschaffungs- sowie Verwaltungskosten (z.B. Gehälter und IT) zusammen.

20%
Netzentgelte: Dies sind die Kosten für den Transport des Stroms vom Kraftwerk zur Steckdose. Sie werden jährlich neu von den Netzbetreibern festgelegt – und steigen seit Jahren schon. Netzentgelte sind einer der Hauptgründe für  anziehende Strompreise.

26%
Steuern, Abgaben und Umlagen: Auch Strom ist eine Ware – und wird somit versteuert. Mehr als die Hälfte des Strompreises geben wir deshalb direkt an den Staat oder andere Akteure weiter. 
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